last update 01 OCTOBER 2014

Kirius XIX

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Ciudad Bolivar ist einer der größten Bezirke der Stadt Bogotá, welche als Hauptstadt Kolumbiens ungefähr 365 Stadtviertel enthalt. In dem Bezirk, der aus städtischen und ländlichen Flächen besteht,  wohnen insgesamt drei Millionen Menschen. Ciudad Bolivar spiegelt seit mehr als 40 Jahren die extrem gewaltige Realität Kolumbien wider, welche durch eine aktive Präsenz von Guerilla und Paramilitärs geprägt ist.

Trotz der sozialen, ökonomischen und politischen Konflikte, die sich unter anderem in Polizeiübergriffen, kriminellen Gruppen, Drogenmissbrauch und die Kriminalisierung der Jugend äußert, ist Ciudad Bolivar ein Bezirk, in dem der kulturelle Wiederstand und die Selbstorganisation und –verwaltung großen Anklang gefunden hat.

Beispielhaft hierfür ist das Kollektiv „Kirius XIX“, das seine Wurzeln in der Punk und Rap-Kultur und dem Leben auf der Straße hat. Es verbindet soziale und kulturelle Arbeit mit einem klar antifaschistischen und libertären Bewusstsein. Unabhängig von NGO’s und dem Staat folgt das Kollektiv der Idee von Selbstverwaltung und –organisation. Außerdem versucht es starke Bindungen zwischen allen die unabhängigen und autonomen Kollektiven im Bezirk und dem Rest der Stadt zu verfestigen.

(Text von der dirty immigrant crew).

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Kirius XIX stellt sich dar.

Wer sind wir?

Das Kollektiv „Kirius XIX” ist eine Jugend-Organisation, das auf den ideologischen und politischen Prinzipen des Antifaschismus basiert und sich dem Kampf für die Umwandlung der kolumbianischen Gesellschaft verschrieben hat; eine Gesellschaft, die gerecht für die Würde der Mehrheit der Bevölkerung agiert. Dafür werden Kunst, Gemeinschaftsarbeit und die Verbreitung verschiedenen Ausdruckformen der Jugend des Bezirkes als Werkzeuge der Kollektivarbeit benutzt. Damit wendet sich „Kirius XIX“ an die verschiedenen Einwohner Ciudad Bolivas, vor allem an die Jugendlichen, die hier leben, studieren und arbeiten.

Ein bisschen Geschichte…

Ausgangspunkt des heutigen Kollektivs „Kirius XIX“ bildete vor 7 Jahren die Idee einer Gruppe Jugendlicher in Ciudad Bolivar, ein alternatives Ausdruckmittel zu erschaffen, in dem die Jugend selbst ihre Sichtpweise über ihre soziale und politische Realität auf den Tisch legen konnte. Es entstand eine eigene, unabhängige Zeitung. Mit der Zeit stellten die Aktivisten jedoch fest, dass dieses Medium alleine zur Bewirkung des angestrebten Wandels nicht ausreichte, sondern dass hierfür auch eine Stärkung und Unterstützung künstlerischer und kulturelle Ausdrucksformen erforderlich war.

Mit großer ökonomischer Anstrengung, der Durchführung verschiedener Projekte und geprägt durch den Grundgedanken von Selbstorganisation und –verwaltung wurden daraufhin in den letzten Jahren nach und nach eine P.A und verschiedenes technisches Equipment gekauft sowie Räume angemietet. Dadurch wurde in Ciudad Bolivar ein kulturelles Zentrum geschaffen, in dem das Kollektiv seit eineinhalb Jahren arbeitet.

Aktivitäten:

In den angemieteten Räumen werden durch Mitglieder des Kollektivs unter anderem folgende – in der Regel kostenlose – Aktivitäten angeboten, die sich vor allem an die Einwohner des Bezirks richten.

  • – Musikunterricht und -workshops für  Gitarre, Bass und Schlagzeug
  • – Kunst Workshops für Einwohner des Bezirks: Bodypainting, Malerei usw.,
  • – Workshops zu alternativen Kommunikationsmöglichkeiten: Gestaltung von Fanzines, Schablonen und Siebdruck.
  • – Regelmäßige Ausstellungen und Aktivitäten, in denen die Workshop-Ergebnissen gezeigt werden.
  • – Unterstützung bestehender Bands aller Musikrichtungen durch Verleih der P.A. und Bereitstellung der Räumlichkeiten des Zentrums.
  • – Herstellung einer Demo-CD mit den geförderten Bands
  • – Schulnachhilfe für Kinder und Jugendliche.
  • – Regelmäßige Ausgabe einer Zeitung und eines Fanzines.
  • – Durchführung antikapitalistischer Widerstands- und Solidaritätsveranstaltungen sowie Beteiligung an Solidaritätskampagnen in Zusammenarbeit mit anderen lokalen und nationalen Kollektiven. Schwerpunkt bilden dabei momentan polizeiliche Brutalität und willkürliche Festnahmen in Kolumbien.
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